Erlebnisse aus meinem Leben * meinem Alltag mit meinen Hunden * Momenten mit meinen KundInnen in meinem Salon * Lektionen, die mich das Leben lehrt * Erfahrungen, die ich weitergeben möchte, weil sie viel zu wertvoll sind, um sie für mich zu behalten * all dies verpacke ich in einen monatlichen Blog. Und das macht mir besonders viel Spaß, weil das geschriebene Wort immer schon, von ganz klein auf, zu meinen Leidenschaften gehört :)

sprachgewandt

juni 24

Ich wurde von klein auf dreisprachig erzogen. 

Da der wüde Steirer-Slang meiner Mama nicht als eigene Sprache anerkannt wurde, bleiben somit noch deutsch und Tier. Ja, die Kommunikation zwischen Tieren und auch deren Interaktion mit der menschlichen Spezies kann man durchaus als Sprache definieren, die man sprechen und lesen lernen kann. Bei Brigid, der „Sprach“lehrerin meines Vertrauens, bin ich zum 1.mal 2009 in die Hundeschule gegangen, seitdem teile ich ihre Leidenschaft des lesens dieser unglaublich feinen wertvollen nonverbalen Kommunikation. Blicke, minimale Gesten, Körperhaltung, Berührungen, Körperspannung, ATMEN… all das zählt zum Repertoire dieser Sprache und ich habe gelernt, sie instinktiv zu sprechen.

Im Salon prallen indes Welten aufeinander.

Zum einen brabbeln ausnahmslos ALLE Fellbesucherleins (und mitunter auch ihre 2beinigen Anhängsel ) ab der zumindest 4. Sekunde beschwichtigend auf mich ein und wünschen sich nur eines: Bitte nicht angreifen bitte könn ma gleich wieder gehen deine Leckerli kannst dir aber echt ghalten oida. Da kann ich machen, was ich will. 

Zum anderen bin ich nun mal Dienstleisterin und es will Dienst am Fell geleistet werden. Und das nicht nur aus reiner Gaude, sondern weils eben sein muss. Zum Gesunderhalt von Fell und Haut, zum überleben der heißen Sommer, oder einfach weil das Fell ohne Schnitt weiterwachsen würde bis Sankt Nimmerlein.

Also müssen wir einen Mittelweg finden.

Oft geht der mittelfristig besser ohne Besitzer, ich sags wies is. Diese feine Kommunikation will gesprochen werden in Sekundenbruchteilen und drei ist dann auch schon mal einer zu viel. Ich muss ohne Ablenkung sofort „hören“, wenn es Not tut zu agieren. So können der Hund und ich uns „absprechen“. Zu viel!!!! - ja klar ich mach weniger. wielangedennnochmennooooo? Najo, muss aber jetzt sein, ne. Augenzwinker. 

Und so weiter.

Dass ich verstanden werde, das „höre“ ich. Verpackt in klitzekleine Gesten, subtil von Hund zu Mensch.

Wenn alles nichts hilft, gehe ich nicht über Leichen, auch wenn die Hunde stets davon überzeugt sind. Dann muss meine Hundetrainerin ans Werk. Die übrigens noch länger Hund spricht als ich. 

(Foto: hat es bald hinter sich. Positiv gesehen)

Augenschmaus

may 24

Ich war ja nicht immer Hundefriseurin. Bevor ich mich entschieden hab, reichlich Negativ-Karmapunkte in der Hundewelt zu sammeln fürs ausscheren von Popolöchern und angreifen von Vorderpfoten (Gott bewahre), war ich 23 Jahre lang Grafikerin (und Texterin. Das haben Sie sich schon gedacht, ne?). Ich hab also berufsbedingt ein Aug für Symmetrie, Farbe, Form und Kontur. Dass das nicht immer gut ist, wissen all meine lieben Kunden, deren Hunden ich beim Verlassen des Salons noch auf allen vieren bei der Türe raus nachrutsch wegen dieser 3 querstehenden Haare rechtshintenaussen.
Dass das nicht SO doof ist, weiß ich inzwischen auch. Ganz viel geht beim professional dog grooming nämlich über Proportionen, Symmetrie, korrekte Schnittlinien und einem harmonischen Zueinander der verschiedenen Körperteile des Hundes. Meine oft zitierte Ausbildnerin hat mich damals schon dazu animiert, stetig Bilder von gutgeschnittenen Hunden zu studieren und so mein Auge zu schulen. Hab ich mir damals gedacht „Jo eeeeehhhhhhh….“, so weiß ich heute, nau da hat sie mal wieder mehr als recht gehabt.
Und so schule ich stetig, und freue mich, dass die beiden mir inneseienden Hauptfähigkeiten - mein Aug, und mein Herz - wortwörtlich gar nicht so weit auseinander liegen.

Guat gmant is net zgleich guat gmocht

feb.24

Ein Schüttelreim, gern aus dem Ärmel geschüttelt bei Anlässen jeglicher Art, passt der doch fast immer. So auf den Punkt gebracht war er aber noch selten wie diese Woche bei einer Neu-Kundschaft, die mit ihrem Fell-Familienmitglied zur Pflegeberatung („länger als a Stund brauch ma sicher net“) in mein Salönchen kam.SO bemüht, SO wohlmeinend und motiviert waren die, guter Dinge, alles für ihren Kumpel zu tun, damit der sich in seinem dichten Lockenpelz wohlfühlt. Leider waren vorhergegangene Beratungen ein großes Stück an der Realität vorbeigedonnert. Es folgten beinahe 3 Stunden an Erklärungen, Demonstration von Entfilz-Techniken und korrekter Bürsttechnik, ein Bad mit Fellmaske, ausgiebiges Knoten-Ausfönen und die unvermeidliche Rettungs-Filzschur auf knackige 5mm.Meine ehrliche Hochachtung dem kleinen Hundemann, der nach diesen aufreibenden 3 Stunden in seinem neuen Kurzfell-Pyjama im Salon herumspringt und freudestrahlend die Leckerchen vom Tisch putzt.
Inständig hier mein Appell: Bitte informiert euch vorher ausgiebig und bei mehreren Quellen über den zu erwartenden Pflegeaufwand eurer WunschHunderasse. Hinterfragt Aussagen wie „der Hund wird NIE pflegeaufwendig sein! nur alle halblang einen Hundefriseur brauchen, und 1x die Woche, höchstens! die Bürste ins Fell halten reicht.“Auch das ist guat gmant, aber nicht guat gmocht.Dass dies kein Einzelfall ist, zeigt mir leider mein Alltag.Dass es auch anders geht, auch! Ganz oft wissen potentielle Neuhundebesitzer sehr gut, welcher Pflegeaufwand da bald einzieht. Mir könnts ja grundsätzlich egal sein. Ich mach meine Arbeit wirklich gern und diese glücklichen Mensch-Tier-Gespanne am Ende so eines Procederes erreichen immer mein Herz.Aber ich würde es denen trotzdem gerne ersparen.(Foto: 60cm lange durchgehende Filzmatte. Aua.)

team-work

nov.23

Jahres-Endspurt!!
Ich verstehe das ja toootal. Man will gewisse Dinge einfach erledigt wissen im alten Jahr. Dem liebsten Begleiter den Pelz aufzuplüschen gehört glücklicherweise dazu, und ich mag diese Zeit wirklich. Im Salönchen ist es kuschelig nicht-zu-warm (die Hunde mögens lieber moderat), Duft- & Räucherkerzen düfteln um die Wette, und bereits ab Mitte November bis weit ins neue Jahr hinein möchte ich so vielen treuen KundInnen wie möglich mit einem kleinen Präsent meinen Dank erweisen.
Ich finde, es ist an der Zeit, euch heute meine allerwichtigsten Mitarbeiter „behind the scenes“ vorzustellen. Ohne sie wäre meine Arbeit nämlich nicht möglich:
 
Der Industriesauger
Arbeitsumfang: Festanstellung. Arbeitszeit auf Sonn-, Feiertage und Urlaubszeit ausgeweitet. Nachtschichten möglich. Keine Urlaubszeit.
Aufgabengebiet: Kommt mehrmals täglich vor, mitunter zwischen, und nach einem Kunden zum Einsatz. Muss auch im Freien arbeiten, wenn der Wind Haare rauszaht.
Besonderheiten: War noch nie (!) kaputt, oder hat um Ersatzteile oder Sonderbehandlung gebettelt. Musste bereits mehrmals an anderen Standorten aushelfen. Nicht nachtragend, wenn er angegiftelt wird, wenn sich mal wieder das Kabel verheddert und er umfällt.
Wichtigkeit von 1 (sehr wichtig) bis 5 (nicht wichtig): 1!!!

Der Trockner
Arbeitsumfang:
Teilzeitanstellung für 1-3 Einsätze pro Woche. Auch Wochenenddienste und Nachtschichten möglich. Keine Urlaubszeit.
Aufgabengebiet: Eigentlich weniger das trocknen als viel mehr das flauschigmachen und enthaaren der Handtücher. Anhand der Fülle von Grind im Auffangsieb bestätigt sich mit jedem Einsatz der unermüdliche Fleiß dieses nicht mehr wegzudenkenden Mitarbeiters.
Besonderheiten: Auch meine Haushaltswäsche trocknet er mit. Das finde ich sehr lieb von ihm.
Seinen Einwand, dass der Grind im Auffangsieb eigentlich von meiner Wäsche käme, hab ich großherzig damals nicht kommentiert und ihm auch bis heute nicht nachgetragen.
Wichtigkeit von 1 (sehr wichtig) bis 5 (nicht wichtig): 4
(OK, vielleicht bin ich doch etwas nachtragend)


Die drei Leckerlikisterl
Arbeitsumfang:
Daueranstellung ohne fixe Arbeitszeiten. Vergleichbar mit einer „Anstellung im Familienbetrieb“ müssen sie in der Sekunde herhalten, wenn sie gebraucht werden, sowohl im Salonbetrieb als auch privat für Familienmitglieder. Lange Stehzeiten möglich, wenn diätetische Rahmenbedingungen oder superduperbrave bzw. superdupernervöse Kunden keinen Bedarf einfordern.
Aufgabengebiet: Eigentlich ein Witz, dass meine handwerklich fundierten, einfühlsamen, empathischen, ständig an Fortbildungen gekoppelten Dienste am Hunde noch mit Leckerchen positiv untermauert werden müssen. Aber da dem nun mal so ist, wird geleckert was das Zeug hält. Ob als Belohnung, zum Mut machen, fürs Hallo sagen oder zum einschleimen - die Leckerlikisterl stehen in der -> Leckerlilade, und sie erfreuen sich größter Beliebtheit.
Besonderheiten: Selbstbefüllend. Die Leckerlikisterl sind IMMER voll. Verfügbar in 2 Größen, gefüllt mit verschiedensten Geschmacksrichtungen und SuperMegaLeckerchen für hervorragende Leistungen (beim Krallenschneiden nicht geweint etc.).
Wichtigkeit von 1 (sehr wichtig) bis 5 (nicht wichtig): 1 (sagen ich + die Hunde)


Die Küchenrolle
Arbeitsumfang:
Auftragsvergabe bei Bedarf auf Werksvertragsbasis. Arbeit unter erschwerten Bedingungen macht einen besonderen Tarifvertrag vonnöten, der über eine Leihfirma (ZEWA, LOVELY) läuft. Die Einsatzzahl ist nicht eruierbar. Manchmal wochenlang kein Bedarf, manchmal mehrmals pro Tag.
Aufgabengebiet: Die Küchenrolle, meine Heldin fürs Grobe. Vorsätzliche Spurenverteilung wird ebenso wie entspanntes loslassen aller Schließmuskeln nach getaner Arbeit oder stressindiziertem sich lösen-müssens nicht allzu gern gesehen in den inneren Räumlichkeiten. In Verbindung mit diversen sprühbaren Essenzen kommt sie unmittelbar nach Beenden des Geschäftes zum Einsatz, oft in Kombination mit Handtüchern, Gackisackerln oder Ohje!-Achgott!-Nageeeeh!-Ausrufen.
Besonderheiten: Unglaublich flexibel im Umgang. Ohne Murren für spontanes Ohrenausputzen, schneuzen und rauswischen vom Grind aus dem Auffangsieb des kapriziösenTrockners einsetzbar.
Wichtigkeit von 1 (sehr wichtig) bis 5 (nicht wichtig): 1+

still und heimlich

july.23

Still und heimlich hatte ich im Juni für ein paar Tage mein Salönchen geschlossen gehabt. Meine Scheren und Scherköpfe mussten dringend zum Schleifservice meines Vertrauens gesendet werden. Mit denen gwinnst kan Kriag mehr, hatte eine liebe Kollegin mich beiläufig wissen lassen.
Na, ich lass mir ja was sagen.

Still und heimlich wäre auch mein Lieblings-Ansatz, die längst überfällige minimale Preisanpassung meiner Dienstleistungen an meine KundInnen zu kommunizieren. Seit Mai weiß ich, das dergeht si hint und vorn net. Meine Bilanzbuchhalterin hat geraten zum „monatlichen weglegen fürs verflixte dritte Jahr“. Nach tagelangem hin- und herdrehen, -wenden und -rechnen musste ich der vernichtenden Tatsache ins Auge sehen, dass ich nicht weglegen kann, sondern eher drauflegen müsst.
Seitdem verfolgt mich dieser ab Juli anstehende Schritt tagtäglich, bis in meine Träume.
Scheiß Teuerungswelle, sog mas wies ist.
Ich hab mir das nicht ausgesucht.
Bitte kommts trotzdem weiterhin zu mir. Machen wir uns eine gute Zeit, und versuchen wir, unserer Seele Gutes zu tun, während wir Ihren Hunden Gutes tun, und in diesen Stunden an schöne Dinge zu denken.

klare ansage

may.23

Was Hänschen nicht lernt... lernt Titzy nimmermehr, mit ihren weisen 11 Jahren. Beim Erstbesuch kam sie mit ihrem Golden Girl schon mit Beißkorb bei der Türe rein, zugegeben, ich hatte Bammel. Weiß man, was kommt!?
Heute gibts ein Loblied auf die Titzy. Und ein großes Dankeschön für eine weitere wertvolle Lektion aus der Tier-Kommunikation.
Titzy nämlich, die mag bürsten nicht. Seit 11 Jahren, das wird sich nimmer ändern. Bürsten ist Titzys persönliches Worst Case Scenario.
Aber Titzy kann das ganz großartig trennen. Alles andere kann sie, da ist sie echt Profi. Poposcheren, Augerl ausschneiden, Krallenservice, shamponieren tief in jede Fuge. Da lacht sie nur. Titzy gibt mir noch Bussis, wenn sie schon fürs Bürsten den Beißkorb oben hat.
In diesen Sekunden kennt sie keinen Spaß.
Aber die gehen vorbei.
Hätte ich einen Wunsch frei, dann würde ich mir wünschen, dass wir Menschen auch so wären wie Titzy. Klare Ansage, wenns über unsere Grenzen geht. Jeder weitere zwischenmenschliche Kontakt dekoriert mit Bussis.
Seien wir doch mehr wie Titzy :)

auf ein wort

feb.23

Liebe Menschen da draußen, die ihr vielleicht auf der Suche seid nach einem Hundefriseur. Weil ihr mit eurem nicht mehr zufrieden seid, oder der aufgehört hat, oder weggezogen ist, oder keine großen Hunde mehr macht, oder keine kleinen mehr, oder keine schwarz-weißen mehr….

Wenn ihr dann bei mir anruft, und ich nicht abhebe, weil ich gerade arbeite und beide Hände in der Badewanne habe… oder frei habe…. oder im Auto sitze… oder Wochenende habe! Wochenende sollte leicht zu merken sein, Wochenende haben wir alle zur selben Zeit….

Liebe Menschen, wenn ich euch dann zurückrufe…. nicht nach 19h! Das mögen wir doch alle nicht…. vielleicht erst am nächsten Tag, oder Gott bewahr am übernächsten… und ich rufe euch IMMER zurück! ihr braucht es nur 1x probieren, nicht 3x, oder 7x, ich seh eure Nummer wirklich gleich beim ersten Mal…

Liebe Menschen, bitte beschimpft mich dann nicht. Behandelt mich nicht respektlos, ungehalten, gehässig oder abfällig, weil ich nicht euren Wünschen und Vorstellungen entsprechen kann. Eurem Wunsch nach sofortigen Terminen, nach bedingungsloser Annahme jedes neuen Kunden und jedes neuen Kundenwunsches, egal ob ichs zeitlich schaffe oder nicht. Eurem Wunsch nach ununterbrochener 24/7-Bereitschaft, eurem Wunsch, eurer ganz persönlicher Dienstleister zu sein.
Das kann ich nicht.
Und das wisst ihr doch.
Ich verstehe euren Unmut! Hundefriseure sind rar.
Aber mich aus diesem Grund zu beschimpfen und respektlos zu behandeln, das macht mir Kopfweh, und Bauchweh, ich nehme mir das zu Herzen.

gemeinsam gehen

jan.23

Ui die Tage flitzen dahin! Schon wieder Monats-Ende.
So viele wunderschöne Mensch-Tier-Begegnungen in meinem Salönchen! Neue Fertigkeiten wurden getestet, so durfte ich einem süßen Kleinpudel-Racker tatsächlich einen Irokesen-Haarschnitt zaubern - mah is der cool jetzt! Und selbst war ich gestern bei einer Naturhaar-Friseurin, die vor einem Jahr bei mir war mit ihrem Toydoodle-Mäderl. Mein Salönchen bereichert mein Leben, dank euch!!
Den Pinwand-Platz bekommt heute mein „Team Cäsar“. Seit meiner Eröffnung spazierten die beiden regelmäßig zu mir, oder wir trafen uns am Traisendamm. Jetzt wars lange still, Cäsar gings nicht gut. Diese Woche kamen sie mit dem Taxi. Arbeiten mussten wir im Liegen. 14 Jahre hat der imposante weiße Schäfer im immer noch seidigen strahlendweißen Pelz, aber er hält die Stehzeiten nicht mehr aus, und durch das viele Liegen mehren sich HotSpots. In Absprache mit dem Tierarzt hat Cäsar eine Pelzminderung bekommen. Die beiden sind unzertrennlich, ihre Verbindung hört man in ihren Worten und sieht man in ihren Augen. Sie gehen ihren Weg gemeinsam, und irgendwann (laut Herrli noch laaaange nicht) gehen sie den letzten Weg mitsammen. Was unsere Tiere uns schenken, das kriegt man nicht um Geld. Und so sind auch diese Momente in meinem Salon für mich - tatsächlich - unbezahlbar.

vom ersten Mal

dez.22

Herbstzeit ist Welpizeit. Ganz viele neue KundInnen darf ich begrüßen, mit ihren schnuckeligen milchzahndigen duftenden Welpis. Die kommen zur Welpeneingewöhnung, um sich vorzubereiten auf ein strapazfreies Hundeleben mit regelmäßigen stressfreien Salonbesuchen. Immer noch ist leider viel zu wenig bekannt, dass, wenn man nur früh genug zu üben beginnt, man tatsächlich Salonmeister bekommt.
Mein AHA-Erlebnis hatte ich an so einem Welpitag.
Allerdings beim Besuch NACH dem Welpi. 8 Jahre alter Mixhund, Tierschutz-Vergangenheit, Salon-Erstbesuch. Höchstes Nervenflattern bei Mensch und Tier. Lang schon hab ich meine Dienstleistungen in dem Sinne adaptiert, dass wenn Kandidat nicht mehr will, trotzdem ganz viel passiert ist, man jederzeit abbrechen kann, an einem anderen Zeitpunkt weitermachen kann, und dennoch positiv gestärkt den Salon verlassen kann. Weils halt für jeden irgendwann das erste Mal ist! Egal wie alt, wie lange beim Besitzer. Egal welche Vorgeschichte. Zu mir kommen ganz ganz viele „zum ersten Mal“. Und für die gibts halt „Welpeneingewöhnung“. Das haben sich alle verdient, die Herrlis und ihre Gscherrlis.
Heute stellvertretend auf der Wall Of Fame: 8 Jahre alter Papillon-Bub beim Erstbesuch.
Das ist DEIN Moment! Ich bin stolz auf Dich :)

dunkle zeiten

nov.22

Die Uhren sind zurückgestellt, die dunkle ruhige Zeit liegt vor uns. Doch dunkle Zeiten gibt es leider immer wieder, und niemand ist davor gefeit. Wenn eine Kundschaft einen Termin absagt, weil der Fellfreund verstorben ist, trifft mich das sehr. Immerhin baue ich eine enge Bindung auf in unseren Fellpflege-Einheiten. Mein tierisches Gegenüber und ich, wir MÜSSEN uns gegenseitig vertrauen, uns die Bauchseite zeigen, nur so kann das funktionieren am Trimmtisch. „Ich sehe dich, hab keine Angst.“ So schaut man sich manchmal bis ins Herzerl.
Derzeit kommt eine Stammkundschaft zur Narben- und Hautpflege zu mir. Krebs mit schlechter Prognose. Die Vorgaben der Tierklinik lassen sich für den alleinstehenden Pensionisten zuhause nicht umsetzen, die Verzweiflung war groß. Natürlich helfe ich! Und natürlich berührt es mich. Die kleine Fani kenne ich schon lange, und ich kenne sie gesund. Bald wird ihre Kartei geschlossen sein. Es rührt mich, die beiden in ihrer schweren Zeit begleiten zu dürfen. Meldet euch, wenn euch das Leben in so eine Situation schickt. Ich werde mein Bestes geben, für euch dazusein.

zusammen wachsen

okt.22

29. SEPTEMBER 2022 -
1 JAHR HUNDESALON HARLANDER STRAßE

Ich weiß es noch wie wenns gestern gewesen wär. Heute vor einem Jahr hatte ich meine erste Kundin. Still und leise hatte ich losgelegt. Ich wollte eigentlich ein tolles Fest machen, hatte mich aber nicht getraut. Ich war SO nervös, ich schlotterte am ganzen Körper. Manuela hatte mich angeschrieben, als ich noch auf Ausbildung war. Für Havaneser und Spaniel war sie auf der Suche nach einem neuen Hundefriseur und hatte von mir gehört. NEIN. war mein erster Impuls DAS SCHAFF ICH NICHT undauchnocheinspanielogottichsagihrabNEINNEINNEIN. 
Aber es wurde ein ja draus. Und eine Freundschaft. Von Termin zu Termin wird Cockerdame Coco feuereifrig mit einem gemeinsam ertüftelten neuen Look beglückt. Manuela die oarge gibt auf ihre oidn Tag (wir sind so ziemlich gleich alt, ich darf das also sagen) ihrer Hundeleidenschaft Raum, indem sie fundierte Ausbildungen zum Abschluss bringt. Ihre verhaltensoriginelle Havaneserhündin Amy hat sie veranlasst, die Ausbildung zum Verhaltensberater für Hunde zu machen, garniert mit der bereits abgeschlossenen Ausbildung zur Bachblütenberaterin für Hunde, und in Ausbildung stehend zur Tierenergetikerin, Ernährungsberaterin für Hunde und Tierkommunikatorin. Über unsere künftige Zusammenarbeit freue ich mich sehr. 

Manuela mit ihren Schätzels steht stellvertretend für so viele Begegnungen in diesem einen Jahr. Angst, Freude, Tränen, Nervosität, Begeisterung, Zukunftsvisionen, menschliche Verluste, tierischen Zuwachs, lernen, erkennen von Grenzen, Herzenswärme, füreinander dasein. Freude teilen und Kummer. Alles passiert in diesen 14 m2, die ich vor einem Jahr eröffnen durfte. Still und leise.

vision blower

sept.22

1 Jahr Hundesalon Harlander Straße.
Ich bin VOLL stolz, zugegeben. Mein Herz macht jucherze Hüpfer, wenn ich dran denk, was ich geschafft hab. Wie ich jetzt beruflich meiner Berufung nachgehen darf, in meinen heimeligen 14 m2. Wie steinig der Weg war. Wie lang der Atem manchesmal hat sein müssen. Aber, wie prachtvoll sich mein Salon-Baby entwickelt hat.
Hört NIE auf zu träumen, ich sags euch, niemals!!! Energie folgt stets der Aufmerksamkeit, das wusste schon Cäsar. (oder Aristoteles?) Unsere Visionen von gestern sind die Erfüllung im heute.

Meinen momentanen Herbsturlaub nutze ich, um den Visionen von heute eine Erfüllung im Morgen zu ermöglichen. Auch ich höre nie auf zu träumen. Dafür ist es einfach zu spannend :)
(Foto: uralte Schneegwahn-Visionen comes true)

herzlich gern

sommer.22

Es ist heiß. SO heiß….. heiß isses…. Hab ich schon erwähnt, dass es heiß ist.
Ich bin nämlich nicht so die hitzeresistente. Meine Hunde machen mir vor, was bei diesen Temperaturen sinngebend wäre. Im tagsüber abgedunkelten Haus liegen sie wie Tretminen verteilt an neuralgischen Engstellen und sorgen stets für den gewissen thrill, wenn ich mich vorsichtig im Schleifgang durch die Zimmer taste, um nur auf ja kein Ohrli oder Schwanzi zu treten.
Jeder hat seine eigene Methode, diese Hundstage bestmöglich zu überstehen.
Für Ihre Schnüffels werfe ich Sommers gerne die „HERZRASUR“ auf den Markt (wärmste Empfehlung haha). Bei dieser schere ich den Intimbereich sowie einen Streifen in Richtung Herz auf knackige 2mm. Der Benefit liegt auf der Hand - oder besser gesagt auf dem kalten Fliesenboden: Vor allem Hunde mit dichter Unterwolle profitieren von dieser Rasur. Sie können ihre Körpertemperatur besser regulieren, kühles Wasser kommt direkt auf die Haut, sie werden schneller trocken, und das beste - die geübte Groomerin macht euch das so, dass man es von außen/oben nicht sieht. Keine Irritierung des Gesamtbildes.
Diese Dienstleistung ist im Gesamtservice includiert, sehr gerne vergebe ich aber auch Einzeltermine nur für die Herzrasur. 15 Minuten Aufwand ermöglichen Ihrem Hund eine bessere Regulation für seine Hundstage.
Schönen Sommer!

feierabend

mai.22

Neuerdings ist dieses Wort, in Verbindung mit einem tieeefen Durchatmen am Ende meines Arbeitstages, zu meinem kleinen lieben Lieblingswort geworden. Nicht so sehr, weil ich froh bin, wenn ich keine nassen Hunde mehr rieche :-D Neinnein, ich hab nasser Hund immer noch sehr gern.
Aber es war schon mal ganz anders.
Wie ganz viele meiner Mitmenschen war auch ich in ein Burnout gerutscht. Ich hab am eigenen Leib gespürt, wie es sich anfühlt, wenn plötzlich nichts mehr geht. Wenn man für alles zu müde ist. Man will…. man kann nicht.
Ich hab für sehr lange Zeit solche Tage nicht erleben dürfen, an denen man sich abends in den Schaukelstuhl plumpsen lässt und mit einem zufriedenen Lächeln „Feierabend“ seufzen darf.
DARF!
Echt, so ist das jetzt.
Ich hab ja auch eine ganze Weile nicht mehr dran geglaubt, dass das je mal wieder wird. 
Unter uns gesagt.
Voll müde bin ich heute, am Ende eines Arbeitstages, aber SO dankbar, dass ich meine Kraft wiederfinden hab dürfen. Um mit ganzer Kraft für euch dazusein.

(Damit das auch so bleibt, arbeite ich nur drei Tage die Woche. Ich spüre, dass ich auf mich aufpassen muss. 
Das hab ich gelernt in dieser Zeit. Ich bitte um Nachsicht, dass es dadurch zu längeren Wartezeiten für freie Termine kommt.
Passt gut auf euch auf.)

Teil-Weise

apr.22

Das Settertier laboriert an einem Harnwegsinfekt. Was per se schon mal richtig unangenehm sein kann, Ladies, SIE wissen, wovon ich rede. Just bei der Wochenend-Wanderung „extended version“ gings los. Unzählige Male durchpflügte das Tier hektisch den Wald auf der Suche nach PieselPlatzerln. Wieder zu Hause lagen die Medikamente griffbereit und wir konnten sofort mit der Therapie beginnen.
An das dadurch entstandene Fell-Chaos wagte ich mich erst nach abklingen der Symptome: Massiv verklebt zeigten sich die ehemals feinen weißen Setterhoserl, mit Moos und Zweigerl total verfilzt, verfärbt und eindringlich riechend. Ich entschied mich fürs Unterboden-Service. Nach Anwendung der „Fellmaske“, meines jüngsten Neuerwerbs, glänzt und federt der Behang nun seidiger als je zuvor.
Beim meditativen Zweigerl-rauspfriemeln sprang mich der Inhalt meines in den Startlöchern stehenden April-Blogs regelrecht an:
Meine lieben KundInnen! Nicht immer brauchts die große all-inclusive-Pflege. Auch Teil-Arbeiten pflegen und machen Sinn. Oft ist das sogar angenehmer für die Hunde, die ja ohnehin der Meinung sind, dass in der Kürze sämtliche Würze liegt.
NUR Krallenschneiden.
NUR Pfotenunterseite ausrasieren.
NUR Augen ausschneiden.
NUR waschen.
NUR faconnieren.
NUR bürsten.
Oder beraten! Wie gerne tu ich beraten! Wirklich, trauen Sie sich zu fragen. Ich mache auch halbe Sachen. :)

best buddies

mar.22

Wikipedia lässt wissen: „Unter dem Stockholm-Syndrom versteht man ein psychologisches Phänomen, bei dem Opfer von Geiselnahmen ein positives emotionales Verhältnis zu ihren Entführern aufbauen. Dies kann dazu führen, dass das Opfer mit den Tätern sympathisiert und mit ihnen kooperiert.“
Was gehts mich an? mögen Sie jetzt denken. Immerhin kolummniere ich hier für meinen Hundesalon und nicht für „Psychologie heute“.

Ich verbringe eine sehr intensive Zeit mit Ihrem Hund. Gerne gemeinsam mit Ihnen, durchaus aber auch mal alleine. Das schaff ma schon :-) Sind Sie erst bei der Türe raus und das Türglöckchen verhallt, sind wir also auf uns gestellt. 
Nun ist Teamwork gefragt. Zum bestmöglichen Ergebnis kommen wir, wenn wir miteinander, und nicht gegeneinander arbeiten. Das gilt für Team Mensch-Mensch ebenso wie für Team Mensch-Tier. Ich lasse mich voll und ganz auf die Bedürfnisse des mir anvertrauten 4beinigen Gegenübers ein und versuche die Behandlung so angenehm wie möglich zu gestalten.
Keine Frage: Ihr Hund hasst es trotzdem. Ab-grund-tief. Mit Todesverachtung wird in den Fön geschnappt, die Krallenzange angekeift, und der böse Blick (DER böse Blick), den die Bürste abkriegt, lässt die Raumtemperatur um gefühlte 10 Grad absinken.

Jedoch! In dieser negativen Energiesuppe schwimme ich mit blütenweißem Karma außen vor. Der angeborene Impuls eines Hundes, im Worst Case Scenario mit dem nächstgreifbaren 2beinigen Dosenöffner zu symphatisieren, macht uns für diese Salonstunde zu untrennbaren best Buddies. Während mein komplettes Equipment also dem abgrundtiefen Hass Ihres Fellkumpanen ausgeliefert ist, kuschelt dieser sich zwischen den Bell-Attacken zitternd an mich und flüstert mir ins Ohr, wie unsagbar froh er doch ist über meine Anwesenheit, wie sehr er diesen Fön da hasst und ihm schreckliche Dinge und ekelige Krankheiten wünscht. 
Kommen Sie dann bei der Türe rein, ist die Weltordnung augenblicklich wiederhergestellt. 
Seien Sie also ruhigen Gewissens versichtert: Ihr Hund fühlt sich mit MIR sicher. 
Für den Fön kann ich nicht garantieren.

wunderwuzis

feb.22

Ich bin im fünften Monat.
Beruflich.
Na, was dachten Sie denn :)
Wäre Lehrgeld eine Währung, könnt ich mich sofort zur Ruhe setzen.
In diesen 4 Monaten haben sowohl meine KundenHunde, als auch meine KundInnen, als auch ich so viel dazugelernt, dass man meinen müsste, das reiche nun aber für ein ganzes Leben.
Aber man lernt nie aus, bekannterweis.
Letztens durfte ich lernen, wie es sich anfühlt an MEINER persönlichen Grenze des Möglichen. Nicht so wichtig, mit welchem Hund, auf welche Weise. Aber meine schlotternden Knie, die durchaus überraschten Augen der mir gegenüberstehenden Kundin und das panische Hundi in unserer Mitte, getrieben von seinen Impulsen, machten sichtbar, was wir alle drei schon wussten: jetzt sind aller Bemühung zum Trotz die Grenzen MEINER beruflichen Fähigkeiten erreicht.
Ab nun müssen andere Profis ans Werk.

Kein Mensch wird als alleskönnender Wunderwuzzi geboren. Und kein Hund ist von hausaus ein WunderWuzi. Jeder, Mensch wie Tier, kommt mit seinem ureigenen Binkerl zur Salontüre rein.
Ich tue mein möglichstes, sie dort abzuholen und zu begleiten. Ist mir dies nicht mehr möglich, übersteigt es meine Kompetenzen oder ist mir mein eigenes Binkerl im Weg, hab ich ein wundervolles Netzwerk von Freundinnen und Kolleginnen an meiner Seite, deren Fähigkeiten ich blind vertraue.

Eine kleine Auswahl:
VERHALTENSBERATUNG / COACHING / HUNDESCHULE
www.denktier.at
TIERTRAINERIN
https://tiertraining-geister.jimdosite.com
TIERENERGETIKERIN
www.tierenergetikerin.com
TIERKOMMUNIKATION / GANZHEITLICHE KÖRPERARBEIT FÜR DIE HERRLIS UND FRAULIS
www.praxisgemeinschaft.co.at
TIER- UND SEELENKOMMUNIKATION
www.facebook.com/NadinePfeffer.at
ENERGETISCHE PRAXIS FÜR MENSCH UND TIER
www.gesundheit-mensch-tier.at
TIERARZT SPEZIELL FÜR ANGST- UND TIERSCHUTZHUNDE
www.tierarztpraxis-pottenbrunn.at

außerplanmäßig

jan.22

Meine liebe Mami ist gestorben. Es war jetzt nicht die große Überraschung. Aber betriebsblind ist man als umsorgende Tochter allemal, wenn man emotional so dicht dran ist.
Jedenfalls, seit diesem Tag sind wir zu 4. Ihr Goldiemädl war schon bei diversen Spitalsaufenthalten als Gästin bei uns, sie kennt den Hausbrauch, ich kenne ihren Speiseplan, die Katze die Fluchtwege und unsere Hündin kennt ihren Platz an unserer Seite und weiß, dass sie den jetzt sicher nicht verlieren wird.
Ich möchte euch liebe Hundepapis und -mamis inständig bitten: Auch wenn niemand dran denken mag, es noch so weit weg ist, man sich denkt, den nimmt eh sicher der Bua, der kann bei der Nachbarin unterkommen etc. SORGT VOR. Im Sinne des euch anvertrauten Tieres. Wenn Mensch die letzte Reise antritt, hinterlässt er so viel an erdrückender Leere, und in unserer heutigen Welt so viele zu organisierende Dinge, dass jeder gut durchdachte Plan, der zu Lebzeiten für die Zeit danach gemacht wird, von immensem Wert für die Hinterbliebenen ist.
Und eine große Erleichterung für Ihr Tier.
(Foto: aus besseren Zeiten)

haarige sache

dez.21

Heute wird aus dem Nähkisterl geplaudert. Zum Thema Unterwolle. Meine Unterwoll-Hunde haben mich drum gebeten, nämlich, ich tu nur was sie mir angeschafft haben.
Was viele nicht wissen, ist, dass abgestorbene Unterwolle, die nicht aus dem Hundetier entfernt wird, sich im Fell zu einer filzigen Matte komprimieren kann. Leider mit nicht nur den positiven Eigenschaften des warmhaltens:
Wenn Ihr Hund nass wird (bei den derzeitigen Wetterbedingungen keine große Kunst) und zuhause im Warmen wieder trocknet, ist das in etwa so, wie wenn man feuchte Pullisin den Wäschekorb wirft. 
Und weitere Wäsche oben drauf. 
Und das dann so lässt.
Für 6 Wochen.
Ihr Hund beginnt zu müffeln. Er kratzt sich vermehrt, das Fell verklebt und verfilzt, Schmutz sammelt sich, und da der Hund gar nicht mehr richtig trocken wird, können sich schlimmstenfalls in dem feuchten Milieu Bakterien und Haut-Ekzeme bilden.
Nun mag man anmerken: Aber der Hund friert doch ohne seine Unterwolle!
- Aber nein :) - 
Beim Unterwoll-Service lässt sich ohnehin nur entfernen, was bereits abgestorben und nicht mehr vonnöten ist. 
Lebendige funktionelle Unterwollhaare, die lassen sich nicht einfach rausbürsten.
Ich wünsche euch ein geruhsames Advent-Wochenende <3

schluss mit lustig

dez.21

Spricht nicht mehr mit mir.
Gehört auch zum Salon-Alltag.
Wenn Ihr Hund noch nie beim Hundefrisör war, unabhängig von Alter, Rasse und Vorgeschichte, kann ich im Voraus unmöglich sagen, wie die einzelnen doch recht fordernden Behandlungsschritte aufgenommen werden. Dieses gstandene Labrador-Mentsch hat mit einer waschechten Panikattacke auf den Fön reagiert und mich damit komplett überrascht, gab sie sich doch zuvor super souverän und wurde vom Besitzer als coole Socke beschrieben.
Mit viel Zeit, viel Geduld, viiielen Leckerlis und vor allem ganz ohne Zwang konnte ich sie heute zwar nicht mehr trocken kriegen. Aber ihr Vertrauen hab ich wiedergewonnen. Und das ist mir das allerwichtigste. Und, man muss seine Arbeit nicht am Tisch abschließen. Auch der nette Fußboden kann durchaus entzücken, haben wir befunden.
Danke, für euer Vertrauen.

die Rechnung ohne den Wirt

nov.21

Principessa Chiara. Mein geliebtes Salon-Maskottchen. Du liebes sanftes lustiges geduldiges Tierschutz-Setter-Mädchen. Dies ist Dein Loblied.
Neues Shampoo? Krallenschneid-Challenge? Stärke des Blowers testen? Überall schreist du HIER. Sagst sofort JAAAAAA urvollgern lass ich mich alle 2 Wochen in die Badewanne pfroppen zum Shampootest, mir die Pfoteninnenseiten nackig scheren, dass jeder Nackthund vor Neid erblasst. Mein fluffiges Kastratenfell, mit den Fingern krieg ich das jetzt ausgezupft. AUSGEZUPFT!!!! Die hat doch einen an der Waffel. 
Ok. Gerade gekippt das Loblied.

Gestern bei der sonntäglichen Wanderung wurde es sich gerächt vom Settertier. Mit einem ausgiebigen Güllebad.

Statt Loblied Zeter und Mordio.

Also heimgefahren mit offenen Fenstern, den Salon angeworfen und ein Schaumbad angerührt. Zuerst dem Tier, dann mir. Gülle färbt geruchlich ab, nämlich.

Was durfte ich lernen?
1.) Beobachten Sie jede Sekunde die Körperhaltung Ihres Hundes. Bewegt sich die Schnauze im 35-Grad-Winkel gen Erde, gepaart mit heftigem Schwanzwedeln und leicht entrücktem Blick, gilt es die Stimmsirene einzuschalten. SO-FORT.
2.) Biete Deinen Kunden den Wasch-Service an. Ich kann nicht versprechen, dass ich immer gleich Zeit hab. Aber Anruf oder SMS können dies abklären. Ich fühle mit Ihnen und helfe Ihnen von Herzen gern, sollte Ihr Hund ein spontanes Schaumbad benötigen. Das dürfen Sie mir glauben :-)

Herbstzeit losen

okt.21

Herbstzeit. Wanderzeit. Klettenzeit!!
Kaum verlässt man die Pfade der besenreinen 3100Gehsteige, begibt man sich schlagartig in urwaldähnliche Dickichte. Also, zumindest das Schnauzentier. Da reicht die 1.5m-Leine allemal. In seinem Fell transportiert es wacker naturnahes Gesäme, welches ich das ganze Jahr über nicht zu Gesicht bekomme, und leistet somit einen wertvollen Beitrag zur Saatgutverteilung. Gut für mich, mein Salönchen im Haus zu haben. Der Weinkrampf beim Rauspfrimeln von Kletten aus dem Setter-Langhaar hält sich in Grenzen, der Diffusor mit beruhigenden Ölen läuft auf Höchststufe,  dem Entfilzungsspray spreche ich ehrliches Lob aus. 
Gut gemacht, Spray. 
Und gut gemacht, Michi, denn dieses Mal hab ich vorgesorgt gehabt und den Spray bereits VOR dem Wandern im Fell appliziert. Ha! Ausgetrickst, Natur. 1:0 für mich.
- Übrigens! Ein Geheimtipp aus der Reiterei - wir PferdeHundeMenschen nehmen den Mähnenspray auch fürs HundeLanghaar. Wirkt ebenso fein wie Entfilzungsspray, versprochen :)

praktisch ausgebildet

sept.21

Derzeit bin ich auf Ausbildung.
Najo, eigentlich auf Praktikum.
Die Ausbildung zur „Professional Dog GroomerIn“ hab ich ja im April schon abgeschlossen, mit Diplom, mit Holzrahmen, zum aufhängen. Ich bin irre stolz drauf.
Ende September hab ich dann auch mein Praktikum abgeschlossen. Schade eigentlich, denn jede Sekunde ist SO wertvoll. Meine Ausbildnerin Claudia vom Hundesalon Anders kennt vorgestern schon die Antworten zu Fragen, die ich übermorgen stellen werde. Ich erahne Wissen einer alten Häsin und bin mehrmals am Tag dankbar, bei ihr lernen zu dürfen.
Ja, Ende September also.
Wenn ich heimkomme, kann ich eigentlich sofort loslegen. 
Bei mir zuhause, in meinem eigenen Salon, mit meinen eigenen voll lieben FellKundInnen.
Vorfreude Oida!